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Ernst Meister erklingt: „Unterm schwarzen Schafspelz“
Brücke zwischen Literatur und modernen Jazzkompositionen: Drei herausragende Musiker nähern sich dem Büchner-Preisträger Ernst Meister.
Wie kann man sich der poetischen Welt des herausragenden Lyrikers Ernst Meister annähern? Die drei international renommierten Jazzer Jan Klare, Wilbert de Joode und Han Buhrs wagen eine musikalische Interpretation der Texte des Hagener Büchner-Preisträgers von 1979, um die Texte sinnlich erfahrbar zu machen. Im Zentrum des literarisch-musikalischen Abends am 29. März 2007 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg steht der schmale Gedichtband „Unterm schwarzen Schafspelz“ aus dem Jahr 1953. Das außerordentlich aufregende und ungewöhnliche Miteinander von Versmaß, Takt und Sprache beginnt um 19.30 Uhr.
Durch das Zusammenspiel von Worten und Klängen entsteht ein eigenwilliges musikalisch-literarisches Portrait von einem der bedeutendsten Dichter der deutschen Nachkriegsliteratur. Ernst Meister (1911-1979), ausgezeichnet mit wichtigsten Literaturpreisen, ist innerhalb der westfälischen Literaturgeschichte eine absolute Ausnahmeerscheinung. Die Gedichte des Bandes „Unterm schwarzen Schafspelz“ (1953) sprechen von völliger Ungewissheit und dem Gefühl des Ausgeliefertseins an eine unbekannte Zukunft. Mit diesem Werk gelang Ernst Meister der literarische Neubeginn. Seither kreist seine „Gedankenlyrik“ um die Suche nach der „Formel“, dem „Begriff“ für das „Ganze“ und erreicht eine bewundernswerte thematische und stilistische Geschlossenheit. Meisters philosophische, bisweilen surreale Dichtkunst steht fern jeder Alltagssprache und Tagesaktualität - ideal für eine musikalische Hommage.
In der musikalischen Umsetzung erscheinen die Texte des Dichters in einer völlig neuen Sprache. Han Buhrs’ fesselnde Ernst-Meister-Präsentation wird atmosphärisch begleitet von den markanten Arrangements Jan Klares am Saxophon und Wilbert de Joodes am Bass. Man darf gespannt sein auf ein kongeniales „Interplay“ zwischen Text und Ton, auf eine innovative Interaktion zwischen Rezitation und Jazz.
Jan Klare lebt nach langen Aufenthalten in England und den Niederlanden seit Anfang der 1990er Jahre in Münster. Die Palette seiner musikalischen Aktivitäten ist äußerst vielfältig und hat ihn in Kontakt mit den verschiedensten Musikstilen und Medien gebracht. Klare hat diverse literarische Vorlagen vertont und sich darüber hinaus mit den Gruppen „Das böse Ding“, „1000“ und „Autofab“ einen Namen gemacht. Er ist Träger zahlreicher Jazz-Preise.
Wilbert de Joode ist gegenwärtig einer der eigenständigsten und am stärksten beschäftigten Bassisten der europäischen Szene. Sein individueller Stil und seine Musikalität transformieren den Kontrabass zu einem gleichberechtigten Partner in den unterschiedlichsten Ensembles. Der Amsterdamer hat mit einer Vielzahl von Berühmtheiten wie Fred Fith, John Zorn und George Lewis gearbeitet und ist regelmäßig auf den einschlägigen Festivals sowohl in Europa als auch in Nordamerika zu bewundern.
Der charismatische Frontmann Han Buhrs ist Träger des niederländischen Podiumspreises. Der Amsterdamer war lange Zeit Mitglied der Punk-Band „The Ex“. Mit den „Schismatics“ und in jüngerer Zeit den „Palinckx“ hat er zahlreiche CDs aufgenommen und die ganze Welt bereist.
Karten für den literarisch-musikalischen Abend am 29. März 2007 (Beginn: 19.30 Uhr) sind beim Glocke-Ticket-Service (Tel.: 02522/73300) und beim Forum Oelde (Tel. 02522/72800) für 10,- EUR / ermäßigt 8,- EUR und an der Abendkasse für 12,- EUR bzw. 10,- EUR erhältlich.
Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg
Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr
Kultur-Café
Öffnungszeiten:
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 – 18.00 Uhr
Und nach Vereinbarung




