Suche
Erdmöbel – Das ganz normale Besondere
Konzert auf dem Kulturgut Haus Nottbeck zur Eröffnung der Ausstellung „Stadt. Land. Pop. – Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule“ im Museum für Westfälische Literatur.
Der Name Erdmöbel – ein unkonventioneller Euphemismus für Sarg – versinnbildlicht überaus treffend das literarisch wie ästhetisch einzigartige Programm des in den 1990er Jahren in Münster gegründeten, inzwischen in Köln ansässigen Quartetts um den Sänger und Dichter Markus Berges. Am Donnerstag, dem 27. November 2008, stehen die Erdmöbel auf der Bühne des Kulturguts Haus Nottbeck in Oelde. Das Eröffnungskonzert der Ausstellung „Stadt. Land. Pop. – Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule“ beginnt um 20.00 Uhr.
Erdmöbel sind ein perpetuum mobile, eine Kreativzelle, die immer wieder neue Metamorphosen durchlebt und ganz auf positive Energien setzt: „Es muss sich einfach gut, schön oder bewegend anfühlen“, so Produzent Ekki Maas. Die etwas abgestandenen Retro-Anzüge tragen sie als Verkleidung, sagen sie, um Distanz zum Publikum aufzubauen. Ihr Look wirkt spießig bis ins Mark – die Personen sind es jedoch ganz und gar nicht. Das Publikum soll die Musiker auf der Bühne nicht anhimmeln, sondern genau zuhören. Eben darauf kommt es an: Auf die Texte und eine ganz eigene Form der Präsentation – eben diese besondere Erdmöbel-Ästhetik, die auch in den Videos der Gruppe ihren Ausdruck findet. Intensiv, aber unpathetisch trocken werden hier der Wohlklang des sperrigen Wortes („Schiffschaukelbremser“) und das kultivierte Understatement gepflegt, verbale Umwege und vermeintliche Nebensächlichkeiten jugendlicher Coolness und großen Gesten vorgezogen. Mehr Künstlerkollektiv als Pop-Band, mehr lakonische Lyrik als plakative Parole, mehr Realparadoxie als Scheinidentität, kurz: Unerklärlich luftiger Live-Lesestoff für die Ohren.
Das Konzert ist Teil des Projekts „Stadt. Land. Pop. Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule“ der LWL-Literaturkommission für Westfalen in Kooperation mit den Universitäten Münster und Paderborn sowie dem Museum für Westfälische Literatur. Gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, der LWL-Kulturstiftung und der Nyland-Stiftung.
Kartenvorverkauf: Die Glocke-Kartenservice (Tel.: 02522-73300), Forum Oelde (Tel.: 02522-72800) und im Kulturgut Haus Nottbeck (Tel.: 02529-945590).
Karten gibt es auch in Münster bei Jörgs CD-Forum, Alter Steinweg 6 (Tel: 0251-58889) und in Bielefeld beim AStA der Universität (Tel.: 0521-1063423).
Eintritt (Stehplätze):
VVK (zzgl. Gebühr) 12,- / 10,- € | AK 14,- / 12,- €
Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg
Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr
Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 und www.kulturgut-nottbeck.de
Pressekontakt:
Dirk Bogdanski, Tel.: 02529-945592



