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Gegenwartslyrik trifft auf virtuosen Jazz

KOBAL ist eine kongeniale Verbindung aus Literatur und Jazz. Das Kürzel steht für den in Stadtlohn geborenen, heute in Hamburg lebenden Autor Nicolai Kobus und den Züricher Saxophonisten und Arrangeur Jochen Baldes, der Kobus’ mehrfach ausgezeichneten Gedichtzyklus „ach anna. seufzerkalendarium“ zu einer abendfüllenden Suite auskomponiert hat. Am 13. Oktober 2009 wird der Dichter mit Baldes’ Jazz Quintett beim ersten gemeinsamen Auftritt in Westfalen auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg die taufrische CD „ach anna“ vorstellen. Beginn ist um 20.00 Uhr.

 

 

Nicolai Kobus

In seinem vierzehnteiligen Zyklus „Seufzerkalendarium“ – zwölf Monate mit Prolog und Epilog – lamentiert sich Nicolai Kobus augenzwinkernd sentimental, geist- und ideenreich durch ein Jahr mit der Geliebten: „Ach Anna, manchmal wäre ich gerne ein Baum. Ich hätte außer ein paar Blätter im Herbst nicht viel zu verlieren.“ Mit hinreißendem Wortwitz aus den Tiefen des Gemüts („Anna – so was fällt mir manchmal ein beim Rauchen, wenn in meinen Lungen Luchse fauchen“) verleiht Kobus sogar handfest-pathetischen Textteilen eine kühle Ironie. Seine lustvoll assoziativen, formal bestechenden Verse haben dem Autor, Musik- und Literaturkritiker eine Reihe renommierter Auszeichnungen eingebracht, darunter den GWK-Förderpreis Literatur (2004) sowie den Förderpreis zum Ernst-Meister-Preis (2005).

 

 

Jochen Baldes

Mit der musikalischen Umsetzung von „ach anna“ ist dem Saxophonvirtuosen Jochen Baldes, in Jazzkreisen durch eine Vielzahl hochkarätiger, internationaler Projekte bekannt und hochgeschätzt, ein großer Wurf gelungen. Zu Kobus’ traditionsgesättigten und hochironischen Texten bilden seine weit gespannten, mehrstimmigen Melodiebögen, feine Arrangements und Improvisationen zwischen New Yorker Post-Bop und Swiss-Neo-Cool, das ideale Gegengewicht. Die Neue Züricher Zeitung bescheinigt dem Spiel des poetischen Tenorsaxophonisten Baldes „eine lyrische Fragilität, einen hymnischen Sound und Anklänge an Sax-Legenden wie Joe Henderson, John Coltrane oder Charles Lloyd.“ Diese höchst lebhafte musikalische Sprache bettet die Verse des „Seufzerkalendariums“ in atmosphärische Klangpolster, verschmilzt mit ihnen zu einer homogenen, phantastisch-metaphysischen Träumerei.

 

Die CD des Projekts KOBAL mit dem Titel „ach anna“ erscheint am 2. Oktober 2009; seine Live-Uraufführung erlebt das Projekt zwei Tage vor dem Konzert auf dem Kulturgut Haus Nottbeck im Hamburger Stellwerk. Mit dabei sind neben Nicolai Kobus (Rezitation) und Jochen Baldes (Saxophone, Klarinette) Michael Gassmann (Trompete), Michael Bucher (Gitarre), Thomas Bauser (Hammond-Orgel) und Dominic Egli (Schlagzeug).

 

Mit Unterstützung der GWK – Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit.

 

Kartenvorverkauf: Die Glocke-Kartenservice (Tel.: 02522-73300), Forum Oelde (Tel.: 02522-72800) und Kulturgut Haus Nottbeck (Tel.: 02529-945590).

Eintritt: VVK 12,00 EUR / 10,00 EUR (zzgl. VVK-Gebühr); AK 14,00 EUR / 12,00 EUR

Freie Platzwahl

 

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 und www.kulturgut-nottbeck.de.

 

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Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck

Landrat-Predeick-Allee 1

59302 Oelde-Stromberg

 

Öffnungszeiten:

Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr

Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr

 

Pressekontakt: Dirk Bogdanski, Tel: 02529-945592; bogdanski@kulturgut-nottbeck.de