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Der überraschende Blick auf die Hauptstadt
Ausstellung der Berlin-Fotografien von Hermann Willers im Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde.
Berlin - Ort der Gegensätze. Nirgendwo liegen graue Tristesse und bunte Lebensfreude, Monotonie und Kreativität, Vergangenheit und Zukunft so nah beieinander wie in Deutschlands Hauptstadt. In seinen Berlin-Bildern erkundet der Fotograf Hermann Willers all jene Erinnerungsorte der Stadt, die sie zu einer so einzigartigen Metropole machen: Berliner Friedhöfe, Hauptbahnhof, Reichstag, die Hinrichtungsstätte Plötzensee. Hermann Willers beweist ein Auge für Details. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen legen das Einmalige und die Absurdität Berliner Orte frei, ohne sich dabei in Klischees zu verlieren. Als Bildband mit Texten von Werner Friedrich im Coppenrath Verlag erschienen, zeigt das Museum für Westfälische Literatur die oft verblüffenden Ansichten bekannter wie unbekannter Berliner Orte ab dem 14. Januar in einer Ausstellung im KulturCafé.
"In seinen atmosphärischen Aufnahmen trifft er den magischen Moment, in dem sich das Wesen der Stadt offenbart", schreibt Ulrich Eckhardt in seinem Vorwort. "Seine Neugierde schafft Abbilder, auch Trugbilder und Rätselbilder, die zur Entschlüsselung einladen. Indem Hermann Willers dabei Details in den Vordergrund rückt, gelingt ihm das Kunststück, selbst kulturgeschichtlich bekannte Orte immer wieder in überraschend neuem Licht erscheinen zu lassen."
"Mit diesen Fotografien nun hier auf dem Lande die Weltstadt Berlin zu präsentieren, ist ein besonderer Reiz der Ausstellung auf dem Kulturgut Haus Nottbeck", sagte Professor Walter Gödden beim Presserundgang Anfang Januar.
"Berlin" ist aber nicht nur eine Foto-Ausstellung, sondern ein Geschichtsbuch, zumal in der gedruckten Form: Werner Friedrich beschreibt in seinen Texten nicht nur, sondern liefert auch facettenreiche Informationen. Der Funkturm wurde zwischen 1924 und 1926 erbaut - für nur 1.580 Rundfunkteilnehmer. Die Avus war einmal die schnellste Rennstrecke der Welt - die von Jedermann für 10 Reichsmark befahren werden konnte. Der Potsdamer Platz, in der Weimarer Republik der betriebsamste Verkehrsknotenpunkt Europas, wurde bedrückendes Symbol der Teilung - und ist heute ein Ort spektakulärer Events.
Die großformatigen Berlin-Bilder von Hermann Willers sind bis zum 4. März 2012 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck zu entdecken. Die Foto-Ausstellung ergänzt die Präsentation des Coppenrath Verlags "Kinderbücher und mehr..." im Museum für Westfälische Literatur.
Der Fotoband "Berlin" von Hermann Willers mit Texten von Werner Friedrich ist im Museumsshop zum Preis von 29,95 Euro erhältlich.
Museum für Westfälische Literatur – Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg
Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr
Kultur-Café
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 – 18.00 Uhr
Und nach Vereinbarung
Pressekontakt:
Dirk Bogdanski, Tel: 02529-945592; bogdanski@kulturgut-nottbeck.de



