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Ein verbummelter Student

Enfant terrible und Mythos der Moderne: Neue Ausstellung zum westfälischen Dichter Gustav Sack im Museum für Westfälische Literatur in Oelde-Stromberg. Lesung mit dem Schauspieler Claude-Oliver Rudolph zur Eröffnung am Freitag, 27. August.

 

Er ist ein großer Vergessener der Literaturgeschichte: Gustav Sack (1885-1916). Seinen 125. Geburtstag nimmt das Museum für Westfälische Literatur zum Anlass, ihn neu zu entdecken. Die Ausstellung "Gustav Sack - Ein verbummelter Student. Enfant Terrible und Mythos der Moderne" öffnet am Freitag, 27.  August, im Museum für Westfälische Literatur ihre Pforten. Um 19.00 Uhr führen Museumsleiter Professor Dr. Walter Gödden und der Literaturwissenschaftler Steffen Stadthaus in die Ausstellung ein. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Im Anschluss präsentiert der bekannte Schauspieler Claude-Oliver Rudolph Höhepunkte aus dem literarischen Werk des genialen Dilettanten auf der Bühne des Kulturguts Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg. Die Lesung beginnt um 20.00 Uhr

 

Das dichterische Werk Gustav Sacks steht in der Ahnenfolge der "mächtigen Skurrilen" von Wilhelm Raabe zu Franz Kafka. Neben Hatzfelds "Franziskus" wird Sacks Roman "Ein verbummelter Student" als der westfälische Roman des 20. Jahrhhunderts schlechthin verehrt. Die experimentell-moderne literarische Haltung des Schermbecker Dichters und  seine antibürgerlich-existentialistische Lebensweise wirken auf seine Zeitgenossen faszinierend. Posthum avancierte der Autor nach dem Ersten Weltkrieg zum Mythos und Kultautor. Die Ausstellung zeigt, dass Sack und seine Literatur heute noch genauso faszinieren können wie damals. Durch die Kombination aus Exponaten des literarischen Nachlasses, Soundcollagen und einer experimentellen filmischen Hommage wird die Wiederentdeckung Sacks zu einem sinnlich-intellektuellen Abenteuer. Das Projekt der LWL-Literaturkommission für Westfalen lässt ein überlebensgroßes Porträt des Dichters entstehen.

 

 

Mit Claude-Oliver Rudolph wird auch das Image des antibürgerlichen Lebenskünstlers Gustav Sack lebendig: Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung zeichnet der Kult-Schauspieler, Regisseur und Skandal-Mime das Lebensbild Sacks anhand seiner wichtigsten Prosatexte und Lyrik nach. Entdeckt von Peter Zadeck am Schauspiel Haus Bochum, hat es Rudolph in seiner Karriere als Bühnen- und Film-Outlaw weit gebracht - bis hin zum Gegenspieler des berühmtesten aller Agenten in "James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug". Immer wenn ein Mann fürs Brachiale gesucht wird, ist der breitschultrig untersetzte Karatemeister erste Wahl. Und das gilt auch für ihn als Stimme: etwa als Synchronstimme des Hollywood-Rebellen Mickey Rourke.

 

 

 

Bevor Claude-Oliver Rudolph die Nottbecker Bühne einnimmt, gibt die Theatergruppe der Gesamtschule Schermbeck eine Kostprobe aus ihrem szenischen Spiel zum Leben des großen Dichters ihrer Heimatstadt.

 

 

Die Ausstellung "Gustav Sack - Ein verbummelter Student. Enfant Terrible und Mythos der Moderne" ist vom 27. August 2010 bis zum 9. Januar 2011 im Museum für Westfälische Literatur auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Begleitband von Walter Gödden und Steffen Stadthaus im Aisthesis-Verlag Bielefeld.

 

Das Projekt wird gefördert von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten, Berlin.

 

Eintritt (Abendveranstaltung):

Platzkategorie A: VVK 14,00 € / 12,00 € (zzgl. VVK-Gebühren); AK 16,00 € / 14,00 €

Platzkategorie B: VVK 12,00 € / 10,00 € (zzgl. VVk-Gebühren); AK 14,00 € / 12,00 €

 

 

Kartenvorverkauf:

Die Glocke - Kartenservice (Tel.: 02522-73300)

Forum Oelde (Tel.: 02522-72800)

Kulturgut Haus Nottbeck (Tel.: 02529-945590)

 

 

 

 

Museum für Westfälische Literatur – Kulturgut Haus Nottbeck

Landrat-Predeick-Allee 1

59302 Oelde-Stromberg

 

Öffnungszeiten:

Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr

Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr

 

Kultur-Café

Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 – 18.00 Uhr

Und nach Vereinbarung

 

Pressekontakt:

Dirk Bogdanski, Tel: 02529-945592; bogdanski@kulturgut-nottbeck.de