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Von der Lust des Büchermachens
"Bücherlust und Druckertrost. 50 Jahre Presse Eric van der Wal": Die neue Sonderausstellung im Museum für Westfälische Literatur präsentiert fantasievolle Buch-Kunst-Werke von Eric van der Wal.
Bildender Künstler, Drucker und vor allem Büchermacher - das ist Eric van der Wal. Es ist "die Lust, Gedichte einzupacken", die van der Wal in gut fünf Jahrzehnten dazu inspirierte, ein abwechslungsreiches druckgrafisches Gesamtkunstwerk aus über 200 bibliophil gestalteten Büchern zu erschaffen. Vom Leporello über Endlosbücher bis hin zu Buchschachteln mit Fundstücken vom Strand reicht van der Wals gestalterische Fantasie. Am Samstag, 22. Januar, beginnt die neue Sonderausstellung "Bücherlust und Druckertrost. 50 Jahre Presse Eric van der Wal" mit einem besonderen Eröffnungsprogramm im Museum für Westfälische Literatur in Oelde-Stromberg. Ab 14.30 Uhr präsentiert der westfälische Autor Hans Georg Bulla gemeinsam mit Eric van der Wal Beispiele aus der Arbeit des Büchermachers und erläutert die verschiedenen Geschichten hinter den Büchern. Zuvor bietet sich ab 11.00 Uhr die Gelegenheit, dem Künstler in der offenen Druckwerkstatt beim Setzen und Drucken von Gedichten und Grafiken hautnah über die Schulter zu schauen. Der Eintritt ist frei.
Van der Wal gestaltet Bücher, die nicht nur zu lesen sind, sondern mit Augen, Nase und Händen erfahren sein wollen. Dabei gleicht kein Buch dem anderen: Für jeden neuen Text, in aller Regel Erstausgaben und oft genug Debüts, hat er dabei eine eigene, spezifische Buch- und Grafikidee verwirklicht: Neben Linol- oder Holzschnitten in vielen Varianten sind Frottagen, eingeklebte Faltpapiere, gepresste Pflanzen oder eingesteckte Miniaturbücher zu entdecken. Das Besondere an van der Wals Buch-Kunst-Programm: Überwiegend deutschsprachige Autorinnen und Autoren vertrauen dem Büchermacher aus Bergen ihre Skripte an. Zu Recht gilt er deshalb als ein "Außenposten deutscher Literatur in Holland".
Nicht nur das gelungene Produkt ist dabei der Druckertrost. "Drukkertroost", das sei an dieser Stelle verraten, diente Eric van der Wal jahrzehntelang als Lösungsmittel, um den Bleisatz zu reinigen und die Presse und die Druckwalzen sauber zu halten (bis es irgendwann wegen seiner Giftigkeit verboten wurde). "Drukkertroost" heißt aber auch die "Grafisch Genootschap" in seinem heimatlichen Bergen, eine Genossenschaft von Druckern, Grafikern und anderen Anhängern der "Schwarzen Kunst", bei der er von Anfang an Mitglied war.
Die Ausstellung "Bücherlust und Druckertrost. 50 Jahre Presse Eric van der Wal" ist vom 22. Januar 2011 bis zum 1. Mai 2011 im Museum für Westfälische Literatur auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Museum für Westfälische Literatur – Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg
Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr
Kultur-Café
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 – 18.00 Uhr
Und nach Vereinbarung
Pressekontakt:
Dirk Bogdanski, Tel: 02529-945592; bogdanski@kulturgut-nottbeck.de




