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Das "Peter-Hille-Buch" von Else Lasker-Schüler
Prophet und Prinzessin. Die Staats-Schauspielerin Therese Berger und der Rezitator Peter Schütze beleuchten in einer Lesung auf dem Kulturgut Haus Nottbeck die faszinierende Künstlerfreundschaft zwischen Else Lasker-Schüler und Peter Hille.
Sie waren eines der eigentümlichsten Paare der deutschen Literaturgeschichte: Der "Literaturzigeuner", "Weltpilgrim", "Prophet" und "Apostel" Peter Hille (1854-1904) und die exaltierte Else Lasker-Schüler (1869-1945), für viele die bedeutendste deutsche Lyrikerin überhaupt. Gemeinsam versuchten Hille und Lasker-Schüler, die Fesseln des bürgerlichen Lebens abzustreifen und ihre literarisch-künstlerische Existenz radikal auszuleben. Peter Hille war Else Lasker-Schülers erster Mentor. Sie vergötterte ihn wie einen Guru und verklärte ihn in ihrem "Peter-Hille-Buch" (1906) zu einem "Heiligen der Dichtkunst". Dem Werk kommt eine Schlüsselstellung im Werk der Autorin zu. In seiner radikal-poetischen Sprache dokumentiert es ihre literarische Selbstfindung. "Ich schrieb über Peter Hille, der ein Prophet war", sagt sie später. Das Buch war, wie sie sagte, ihre ganz persönliche Selbstfindung.
Am Donnerstag, 23. Februar 2012, stellen die Schauspielerin Therese Berger und der Rezitator Peter Schütze das "Peter-Hille-Buch" auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg vor. Die Hommage, die in der deutschen Sprache ihresgleichen sucht, beginnt um 19.30 Uhr.
Mit Therese Berger und Peter Schütze konnten zwei Theatergrößen für die Nottbecker Bühne gewonnen werden. Berger gehört seit über 35 Jahren dem Bielefelder Ensemble an und begeisterte ihr Publikum in zahlreichen Hauptrollen. Auch durch Fernsehauftritte machte sie sich einen Namen. Sie wurde unter anderem mit dem "Kulturstern des Jahres" ausgezeichnet. Ihr Bühnenpartner Peter Schütze zählt zu den renommiertesten deutschen Rezitatoren und Moderatoren. Er gestaltete über 50 literarische Programme und trat bei über 60 Produktionen als Regisseur und Dramaturg auf. Ein Abend, der poetischen und schauspielerischen Höchstgenuss verspricht.
Eintritt: VVK 10 € / 8 € (zzgl. VVK-Gebühr); AK 12 € / 10 €
Weitere Informationen unter Tel.: 02529-945590 oder www.kulturgut-nottbeck.de
Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1, 59302 Oelde-Stromberg
Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr
Kultur-Café
Geöffnet: Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 – 18.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Pressekontakt:
Dirk Bogdanski, Tel: 02529-945592; bogdanski@kulturgut-nottbeck.de



