Einblicke ins Archiv: Familie Eissen auf Haus Nottbeck

Anna-Luise Eissen war die letzte Besitzerin des Gutes Nottbeck. Nach Ihrem Tod gelangte das Anwesen 1987 per Erbfall in den Besitz des Kreises Warendorf. Die weitere Geschichte ist bekannt: 2001 eröffnete im Herrenhaus das Museum für Westfälische Literatur, drei Jahre später wurde Haus Nottbeck um den Veranstaltungssaal und das Gästehaus erweitert und zu einem weithin sichtbaren Kulturzentrum für Literatur, Musik und Theater ausgebaut.

 

Der Zeitraum zwischen 1837 bis 1987 ist durch Unterlagen des Familienarchivs Eissen dokumentiert, die im Zuge des Erbes in das Kreisarchiv Warendorf gelangten. Der Gesamtumfang von 22 Archivkartons ist nun verzeichnet und kann im Lesesaal des Kreisarchivs eingesehen werden. Der Bestand umfasst nicht nur Dokumente über die wirtschaftliche Verwaltung des Gutes Nottbeck. Der größere Teil betrifft die Geschichte der Familie Eissen, insbesondere der letzten Besitzerin Anna-Luise, die am 4. November 1894 auf Haus Nottbeck geboren wurde. Zu ihren persönlichen Dokumenten gehört die Korrespondenz mit Familienangehörigen und Freunden. Dazu zählt vor allem der intensive Briefverkehr mit ihrem Lebensgefährten Dr. Hermann Huttel, der erst mit dessen Tod 1973 abbricht. Darüber hinaus finden sich in dem Bestand zahlreiche Feldpostbriefe aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie eine reiche Foto- und Postkartensammlung.

 

Ein Teil dieses umfangreichen Nachlasses – darunter private Fotos und Schriften sowie eine Seite des Nottbecker Inventarverzeichnisses – ist ab Samstag, 13. Februar zu den Öffnungszeiten des Cafés des Kulturguts Haus Nottbeck und auf Anfrage zu sehen.

 

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 und www.kulturgut-nottbeck.de.

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