Anna Stern liest Jenny Aloni

Finissage zur Gartenhausausstellung

Anna Stern (c) Ralf Emmerich

Das Museum für Westfälische Literatur erinnert mit seiner aktuellen Gartenhaus-Ausstellung an eine Autorin, die als "bedeutendste deutschsprachige Schriftstellerin ihrer Generation in Israel" gilt. Die in Paderborn geborene Jüdin Jenny Aloni (1917-1993) entkam dem Holocaust nur durch ihre Auswanderung nach Palästina (1939), wo sie vor allem im sozialen Bereich arbeitete. 1942 wurden ihre Eltern nach Theresienstadt deportiert, zwei Jahre später ermordet. Für die Aufarbeitung jüdischen Schicksals fand Jenny Aloni eine eigene, ausdrucksstarke Sprache. Die Erfahrung von Leid, Trauer und Entbehrung ist kaum beklemmender in Worte zu fassen. Im Zentrum einer von Rieke Paetsch gestalteten audiovisuelle Begegnung stehen Fotos, die den Lebensweg der Autorin dokumentieren, sowie ein Hörspiel der Autorin, das die Entwurzelung von Menschen in einer zunehmend entfremdeten Welt thematisiert. Bei der Finissage zur Ausstellung kommt unter anderem die autobiografische Erzählung "Kristall und Schäferhund" zu Wort, deren zweiter Teil mit dem Satz "Ankunft, die keine Heimkehr war" eingeleitet wird - ein Diktum, das leitmotivisch für viele Texte der Autorin steht. Die Texte Alonis werden von der Performancekünstlerin und Rezitatorin Anna Stern vorgetragen.

 

SO 12.05.2019 | 16.00 Uhr

Lesung im Gartenhaus

Anna Stern liest Jenny Aloni (Finissage zur Gartenhausausstellung)

VVK: 8 €/ 6 €; AK: 10 €/8 €

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