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Erwin Grosche: "Wie aus heiterem Himmel - Gedankenblitze und poetische Niederschläge"

Kabarett und Kleinkunst

Zur Eröffnung seiner Ausstellung im Literaturmuseum spielt der vielleicht ungewöhnlichste Kabarettist Deutschlands sein neues Programm mit reichlich skurrilen Gedankenblitzen und poetischen Niederschlägen und aus heiterem Himmel. In perfektem Schneideranzug mit weit aufgerissenen Augen macht er den Mund auf und merkwürdige Wörter purzeln heraus. Vom Alleralltäglichsten bis zum Ungeheuerlichsten und Existentiellen ist es in Grosches Programm nur ein ganz kleiner Schritt. Aus verblüffenden Assoziationen, Albernheiten, skurriler Poesie und einer dicken Ladung ostwestfälischem Dada bastelt Grosche ein Universum, das nach einer kindhaft-unbekümmerten Logik funktioniert. Ganz unschuldig ist das nie. Der Kleinkünstler ist stets ganz nah dran an der großen Kunst.

 

Musik macht er dabei auch, setzt aber Akkordeon, Gitarre, Spielzugpiano oder Klangschalen so geschickt reduziert ein wie einst Hüsch die Heimorgel. Grosche verrückt sein Publikum, nimmt es mit auf raffiniert komponierte Expeditionen in eine Welt, die immer ein wenig schräg zum Alltäglichen liegt. Grosches Abenteuer kommen als Beinahe-Lieder mit minimalistischer Instrumentalbegleitung daher, manchmal als philosophische Betrachtungen, die zwischen Albernheit und Tiefsinn taumeln. „Erwin Grosche hat den großen Christian Morgenstern, den Meister absurder Sprüche und Gedichte, ins 21. Jahrhundert geholt. Ein Großmeister absurder Poesie“, so Meike Böschemeyer jüngst in der Bonner Rundschau.

 

VVK: 14 EUR/12 EUR; AK: 16 EUR/14 EUR

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