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Sexy, Mini, Flower, Pop-Op. Charles Wilp: Werbung, Fotografie, Universalkunst

Charles Wilps Werbekampagne mit dem Slogan „Sexy-mini-super-flower-pop-op-cola – alles ist in Afri-Cola“ gab dem Jahr 1968 neue Bilder, eine neue Ästhetik, eine neue Denkrichtung. Der Clip sorgte für eine Revolution in der Werbewelt. Sinnlich dreinblickende Nonnen, androgyne Frauen mit geschorenen Schädeln und mit Afri-Cola gefüllte Bluttransfusionen – so etwas hatte es in der Werbung noch nicht gegeben. Daneben tritt ein ganzes Panoptikum schillernder Gestalten auf: ein amerikanischer Soldat mit Friedenstaube, Anzugträger, Rocker, aufreizend gekleidete Stewardessen, ein Dandy, ein Jet-Set-Pärchen... Man war irritiert, verstört, aber auch fasziniert von dieser völlig neuen, hocherotisch aufgeladenen Bilder-, Sound- und Kostümwelt. Die Ausstellung blickt hinter die Kulissen der Werbe-Kampagne und stellt weitere Arbeiten des aus Witten an der Ruhr gebürtigen, multimedial arbeitenden Pop-Künstlers vor.

Die Ausstellung ist ein Prolog zur Ausstellung "1968 - Pop, Protest und Provokation", die ab September 2017 in Nottbeck zu sehen ist. Sie widmet sich dem Zeitgeist einer in jeder Hinsicht bewegten Ära.

Ein Projekt der LWL-Literaturkommission für Westfalen, kuratiert von Ingrid Wilp, der Ehefrau des 2005 verstorbenen Künstlers. Mit Unterstützung des LWL und der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost.

 

Eröffnung SO 23.07.2017 | 16.30 Uhr

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