Heinrich Schürmann: Min Platt. Visuelle Poesie – Experimente – Collagen.

Ausstellung im Außenraum

SA 03.10.2026 – SO 07.03.2027

 

Heinrich Schürmann ist ein Glücksfall für die niederdeutsche Mundartdichtung. Er bereichert sie durch eine eigene Facette, die Visuelle Poesie. Hinzu kommt eine unverkennbare Schalkhaftigkeit, etwas Humorvoll-Hintergründiges, das in der modernen niederdeutschen Literatur nur selten anzutreffen ist. Auch sein unbefangener Umgang mit der Literatur- und Kunstgeschichte ist ein besonderes Spezifikum Schürmanns. „Pop-Art op Platt – das gab es in dieser Form nicht, bis Heinrich Schürmann es einfach versuchte, dann praktizierte und mithilfe von Computer-Grafikprogrammen perfektionierte.“

 

Mit der Ausstellung „Heinrich Schürmann. Min Platt. Visuelle Poesie – Experimente – Collagen“ zeigt das Kulturgut Haus Nottbeck in Zusammenarbeit mit der Rottendorf-Stiftung bereits die dritte Outdoor-Ausstellung, die einen besonderen Aspekt der niederdeutschen Literatur in den Mittelpunkt rückt. Es entsteht ein repräsentativer Überblick über das vielseitige Oeuvre des Clarholzer Autors und Bildkünstlers, dessen literarisches Werk Experiment, Sprachspiel und regionales Bewusstsein verbindet.

 

Eine Ausstellung der Rottendorf-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Kulturgut Haus Nottbeck.

Westfalengrau. Melancholie und Literatur

SA 12.12.2026 - SO 14.02.2027

 

Eröffnung und Kuratorenrundgang mit Julius Noack am 12.12.2026 um 18.00 Uhr Moderation: Stefan Höppner

 

Melancholie kennen fast alle, auch wenn sie rätselhaft scheint: Sie bleibt als „grundlose“ Traurigkeit, umfasst Weltschmerz und lähmenden Überdruss, ist Leiden der „Seele“ und Brüten über Tod, Verlust und Sinnlosigkeit; als Stimmung oder Atmosphäre wird sie in Filmen, Musik, Bildender Kunst oder Landschaften erspürt, die Diskussion der Melancholie in zahlreichen Disziplinen ist so alt wie vielfältig: Bevor Künstlerinnen und Künstler sie zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, prägten Medizin, Philosophie, Theologie, Astrologie, Anthropologie und Psychologie über Jahrhunderte und europaweit ihr Verständnis. Wie aber haben westfälische Autorinnen und Autoren Melancholie wahrgenommen und ausgedrückt? Gibt es eine „westfälische“ Färbung der Melancholie, eine besondere Form der Krise oder gar ein typisches Inventar melancholischer Zeichen? Können Ohnmacht, Enttäuschung und Sinnverlust möglicherweise überwunden werden – gibt es einen Ausweg aus dem Rückzug? Unsere Ausstellung „Westfalengrau. Melancholie und Literatur“ widmet sich diesen Fragen – und dieser berühmt-berüchtigten, dunklen Begleiterin: Wir zeigen faszinierende Beiträge westfälischer Autorinnen und Autoren und beleuchten diese einsame und doch verbindende Facette menschlicher Existenz: Zur Eröffnung liest Michael Roes aus seinem Buch „Melancholie des Reisens“. Michael Roes, geboren 1960 in Rhede, lebt als Autor und Filmemacher in Berlin; er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland sowie Preisträger des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises und zahlreicher weiterer Auszeichnungen.


Die Ausstellung wird am 12.12.2026 um 18:00 Uhr eröffnet.
Die Lesung von Michael Roes mit anschließender Diskussion startet um 19:30 Uhr.


Der Eintritt ist frei

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