Echt jetzt
Poetische Installationen von Jutta und Jan-Christoph Tonigs



Mit ihrem interdisziplinären Kunstlabel schaffen Jutta und Jan-Christoph Tonigs Installationen, filmische, fotografische und poetische Arbeiten sowie Theaterprojekte – Kunstformen, die durch Einfallsreichtum, atmosphärische Dichte und die Freude am ästhetischen Experiment gekennzeichnet sind.
In der Ausstellung „Echt jetzt?!?“ zeigt das Künstlerpaar die große Installation „Hier bin ich“ mit fünf Matrjoschka-Figuren im Zentrum des Ausstellungsraums. Als Symbol des Lebenskreislaufes erzeugen diese eine Atmosphäre der Sehnsucht, in die Schönheit von Naturerscheinungen einzutauchen. Umwoben von einem Klangteppich sprechen die Naturfiguren lyrische Texte in den Raum. Es entsteht eine multimediale poetische Konstellation. Daneben sind videografische Interventionen im Literaturmuseum, Videoprojektionen im Gartenhaus sowie Soundinseln im Außenraum zu erleben.
Die Ausstellungseröffnung am 29. August begleiten der Musiker, Sound Designer und Komponist Kai Niggemann im Duo „dAMAGEMENT“ mit der Sängerin und Tänzerin Emily Welther, die Sängerin und Schauspielerin Christiane Hagedorn im Duo „Conjak“ mit Martin Scholz am Piano sowie der Klangkünstler Peter „Stan Pete“ Schwieger mit seinem „Körperklangübersetzer“. Der Eintritt ist frei.
Heinrich Schürmann: Min Platt. Visuelle Poesie – Experimente – Collagen.
Ausstellung im Außenraum


Heinrich Schürmann ist ein Glücksfall für die niederdeutsche Mundartdichtung. Er bereichert sie durch eine eigene Facette, die Visuelle Poesie. Hinzu kommt eine unverkennbare Schalkhaftigkeit, etwas Humorvoll-Hintergründiges, das in der modernen niederdeutschen Literatur nur selten anzutreffen ist. Auch sein unbefangener Umgang mit der Literatur- und Kunstgeschichte ist ein besonderes Spezifikum Schürmanns. „Pop-Art op Platt – das gab es in dieser Form nicht, bis Heinrich Schürmann es einfach versuchte, dann praktizierte und mithilfe von Computer-Grafikprogrammen perfektionierte.“
Mit der Ausstellung „Heinrich Schürmann. Min Platt. Visuelle Poesie – Experimente – Collagen“ zeigt das Kulturgut Haus Nottbeck in Zusammenarbeit mit der Rottendorf-Stiftung bereits die dritte Outdoor-Ausstellung, die einen besonderen Aspekt der niederdeutschen Literatur in den Mittelpunkt rückt. Es entsteht ein repräsentativer Überblick über das vielseitige Oeuvre des Clarholzer Autors und Bildkünstlers, dessen literarisches Werk Experiment, Sprachspiel und regionales Bewusstsein verbindet.
Mit Unterstützung der Rottendorf-Stiftung, Ennigerloh



















